Projekt ‚Zukunft Feuerwehr‘

LBD Kronsteiner und LR Hiegelsberger informieren den Bezirk

Der Einladung von BFK Franz Seitz zur Informationsveranstaltung über das Projekt ‚Zukunft Feuerwehr‘ im GH Mader in Lest kamen fast alle Kommandanten der FF und Bürgermeister des Bezirks Freistadt nach. Aus erster Hand, nämlich von LBD Dr. Kronsteiner und LR Hiegelsberger, konnten Informationen zum vieldiskutierten Projekt bezogen werden.LBD Kronsteiner zeigte in seiner Präsentation die grundsätzlichen Eckpunkte des Projektes auf, das von der Landesfeuerwehr-Leitung im Juli dieses Jahres beschlossen wurde. Im Hinblick auf die verschiedenen Szenarien für die die Feuerwehren benötigt werden, soll eine optimale Ausrichtung des Beschaffungs- und Ausstattungswesens geschaffen werden. Wissenschaftliche Analysen sollen den Grundstein für eine optimale Versorgung bilden, wobei das Hauptaugenmerk wohl auch darauf zu legen war, dass die Finanzierung wie sie in der Vergangenheit möglich war, nicht länger aufrecht zu erhalten ist.

Ganz bewusst wird mit Zeiten kalkuliert, die für den Einsatz ‚gerade noch‘ ausreichend sind, um Gefahren oder Schäden abzuwenden. Durchaus werden nun auch längere Anfahrtswege und überregionale Ausstattung in Kauf genommen und auch Spezialisierungen sollen dazu beitragen, Arbeitsgrundlagen für die Feuerwehren zu bilden und den Finanzbedarf zu senken. Die derzeitigen Pflichtbereichsklassen werden adaptiert. Während es bei der Nutzung der LFB’s eher zu Aufwertungen zu RLF’s kommen soll, wird es beim klassischen KLF – das künftig als Basisfahrzeug bezeichnet wird – zu mehreren Unterscheidungen je nach Aufgabengebiet und Spezialisierung kommen. Gefahren-Potenzial-Analysen sollen eine entsprechende Datenbasis für die Ausstattung liefern.

Pflichtzusammenlegungen von Feuerwehren wird es lt. derzeitigen Aussagen nicht geben, jedoch sind Kooperationen durchaus erwünscht.

LR Hiegelsberger umriss kurz seine Budgetzahlen um Verständnis für die Sparpolitik der öffentlichen Hand zu schaffen. Laut seinen Aussagen ist es noch nicht zu nennenswerten Rückgängen beim Beschaffungswesen, was die wichtigsten Bausteine der Feuerwehren nämlich Fahrzeuge und Zeughäuser betrifft, gekommen. Jedoch wird wohl es das Inkraft-Treten der entsprechenden Verordnungen zeigen, was die Zukunft der finanziellen Ausstattung der Feuerwehren ist. Bereinigungen im Feuerwehrwesen können wohl auch subtiler als mittels Fusionierungen geschaffen werden.

Bei der Diskussion im Anschluss wurden zum Teil sehr mahnende Worte von den Feuerwehren geäußert. Vielfach tauchen bereits jetzt Probleme in der Finanzierung auf, werden zugesagte Leistungen nicht eingehalten oder wartet so mancher grobe Missstand auf Bereinigung. Im wieder wurde von LR Hiegelsberger auf die Verantwortung der Bürgermeister bzw. Gemeinden hingewiesen, da Entscheidungen in den Gemeinden autark zu treffen sind. Interessanterweise meldete sich bei der gesamten Veranstaltung kein einziger Bürgermeister des Bezirkes zu Wort um eine Stellungnahme abzugeben. Offenbar werden hier die Feuerwehren selber gefordert, sich in ihrer Sache der Politik zu stellen.

 

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